Das perfekte Foto für eine Gravur — worauf es wirklich ankommt

Kontrast schlägt Auflösung

Der häufigste Irrtum: „Ich schicke das Bild in ganz hoher Auflösung, dann wird die Gravur besonders scharf." Stimmt so nicht. Ein Laser arbeitet mit sehr begrenzten Tonwerten — was zählt, ist der Unterschied zwischen hell und dunkel, nicht die Pixelzahl.

Ein 2-Megapixel-Bild mit klaren Lichtern und Schatten wird besser als ein 40-Megapixel-Bild im Nebel.

Die vier Punkte, auf die ich zuerst schaue

  1. Klarer Hintergrund. Ein Porträt vor einer Hecke gravieren heißt: Gesicht und Blätter konkurrieren. Vor einer glatten Wand, dem Himmel oder freigestellt ist ideal.
  2. Licht von der Seite. Frontaler Blitz macht Gesichter flach — und flach bedeutet auf Schiefer: matschig.
  3. Motiv groß im Bild. Was auf dem Foto klein ist, wird auf 26 × 16 cm nicht größer, nur unschärfer.
  4. Keine Hochkontrast-Filter. Filter fressen genau die Mitteltöne weg, die eine Gravur schön machen.

Was ich vor jeder Gravur mache

Jedes Motiv wird von Hand vorbereitet: freistellen, Tonwerte auf das Material anpassen, Lichter zurückholen, testweise auf Restmaterial gravieren. Erst dann geht das eigentliche Stück unter den Laser.

Vorher sehen statt hinterher ärgern

Im Shop rechnet die Live-Vorschau Ihr Bild sofort so um, wie das Material es später zeigt. Wenn das Gesicht dort schon verschwimmt, wird es auch in echt verschwimmen — dann suchen wir besser gemeinsam ein anderes Foto.

Schicken Sie im Zweifel einfach zwei oder drei Bilder mit. Ich melde mich, bevor etwas graviert wird.

Thomas Thoben

Gründer von Die Holzkiste in Ostrhauderfehn. Graviert seit 2022 Holz, Glas und Schiefer — und schreibt hier auf, was sich dabei bewährt hat.

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